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Biographie
Nach dem Gewinn
von insgesamt sieben Preisen beim Concours Olivier
Messiaen Piano contemporain (2003, Paris) und
beim Concours International de piano d'Orléans (2006)
nahm Prodromos Symeonidis den Platz eines wichtigen
Interpreten in der Welt der zeitgenössischen Musik und der
klassischen Musik überhaupt ein. Sein Spiel hat oft bei großen
Persönlichkeiten und Kritikern Begeisterung und Lob
hervorgerufen... „un
grand
artiste“,
„un
roi
du piano“
(Yvonne Loriod Messiaen), „an
outstanding technique and a superb musical sensitivity“
(Kent Nagano), „geistig
wie manuell eindringliches Spiel“, „außerordentlich
anschlagsvariabel“ (FAZ) „d'une
maîtrise époustouflante“ (ConcertoNet), „einer
der herausragenden Interpreten zeitgenössischer Musik“
(Piano News), „superb
pianist“
(Fanfare).
Prodromos
Symeonidis wurde 1972 in Thessaloniki, Griechenland, geboren.
Neben Musik und Klavier, die ihn seit früher Kindheit
begleiteten, waren Mathematik und Astronomie seine zwei
weiteren großen Vorlieben, denen sich später auch die
Filmkunst anschloß. Während seiner Jugend gewann er zahlreiche
Preise bei nationalen und internationalen mathematischen
Wettbewerben und mit größtem Erfolg eine Bronze Medaille in
der 30. Internationalen Mathematischen Olympiade 1989. Im
Jahre 1990 zog er nach Deutschland um, wo er in München und an
den Hochschulen für Musik Köln und Hanns Eisler Berlin ein
musikalisches Haupt- und Aufbaustudium bei Michael Endres,
Karin Merle, Arbo Valdma und Georg Sava absolvierte. Neben
pianistischer Instrumentalausbildung und Musikpädagogik
umfasste es auch Kompositionsseminare bei Krzysztof
Meyer und Walter Zimmermann. Parallel zu seinen Studien
arbeitete er auch in Paris und Wien mit Yvonne
Loriod-Messiaen, Claude Helffer und Dimitri Bashkirov.
Seinen
internationalen
Wettbewerbserfolgen von 2003 und 2006 folgten Auftritte als
Pianist in vielen bedeutenden Konzertsälen weltweit wie im
Konzerthaus Berlin, Sendesaal Bremen, Philharmonie Berlin,
Philharmonie Essen, Tonhalle Düsseldorf, Opéra
National und Opéra Comique de Paris, Arsenal de
Metz, Seoul Arts Center und Shanghai Oriental Arts
Center.
Er
machte
Aufnahmen für den SWR, BR, Radio Bremen, France Musique und
RCF Orléans mit Werken von Beethoven, Hindemith, Ravel,
Prokofiev, Messiaen und mehreren zeitgenössischen
Komponisten, sowie sieben CDs für das deutsche Label Telos
Music. Die
wurden von der internationalen Presse wie FAZ, Fanfare,
Pizzicato, Piano News, ResMusica und ConcertoNet
hochgelobt.
2008
hat
Prodromos Symeonidis zusammen mit der Pianistin und
Dirigentin Ya-ou Xie das Ensemble Berlin PianoPercussion
gegründet, dessen Künstlerischer Leiter er ist. Bis jetzt
hat das Ensemble über fünfzig Kompositionsaufträge vergeben,
darunter an Georg Katzer, Hugues Dufourt und Tristan Murail,
und ebenfalls über fünfzig Werke uraufgeführt. Es erhielt
zahlreiche Förderungen, u.a. vom Berliner Senat, dem
Deutschen Musikrat, der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem
Impuls neue Musik, dem DAAD und der Initiative Neue Musik
Berlin.
Neben
seinen
Tätigkeiten als Interpret und Ensembleleiter ist Prodromos
Symeonidis auch als Komponist und Pädagoge tätig. Seine
Kammermusikwerke wurden in mehreren Ländern Europas mit
Erfolg aufgeführt. Er gibt regelmässig lecture concerts
wie Messiaens Zyklus Vingt
Regards sur l'Enfant Jesus
oder Maurice Ohanas komplette Klavierwerke. Er wurde in
zahlreichen Institutionen für Meisterkurse, Workshops oder
Vorträge eingeladen, wie im Zentrum für zeitgenössische
Musik Acanthes, in der École
Normale de Musique de Paris (Frankreich),
in den Hochschulen für Musik Hanns Eisler Berlin und
Hannover (Deutschland), im Conservatoire Royal de Liège
(Belgien), in der Soongsil University in Seoul (Korea), in
den Universitäten von Virginia and Miami (USA) und in
den Musikhochschulen in Xi'an, Shanghai, Guangzhou and
Guiyang (China). Seit 2019 unterrichtet er als Dozent an
der Akademie für Musik Berlin.
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©
2020 Prodromos Symeonidis
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Photo:
Erika Matsunami

mit Yvonne
Loriod Messiaen
mit dem
Orchestre Philharmonique de Radio France
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